Regenerative Energie aus der Einersberger Zentrale

Pumpenhäuser der Oberharzer Wasserwirtschaft

Zur Wasserspeicherung bzw. zur besseren Versorgung der Kraftwerke gab es 6 Pumpwerke im Grabensystem und ein Pumpwerk diente zur Wasserversorgung der Bleihütte in Oker.

Im Zellerfelder Kunstgraben System gab es das Pumpwerk am Kiefhölzer Teich, am Stadtweger Teich und die Einersberger Zentrale.

Im Dammgrabensystem gab es das Pumpwerk am Rotenberg, das am Posterberger Pumphaus am Polsterberger Hubhaus, das Pumpwerk am Fortuner Teich und am Hirschler Teich.

Das Rosenhöfer Grabensystem hatte das Rosenhöfer Pumpwerk.

 

Kiefhölzer Pumpwerk

Das Pumpwerk am Kiefhölzer Teich stand unterhalb des Dammes am Zellerfelder Kunstgraben und entnahm das Wasser aus diesem Graben. Gepumpt wurde vom Ottiliae-Schacht Gefälle in das Weiße Wasser, und zwar aus dem Graben vom Großen Kellerhals Teich und vom Kiefhölzer Teich in den Unteren Schalker Graben. Heute kann man noch die Fundamente von dem Pumphaus und einen Rechen sehen. In dem Pumpenhäuschen befanden sich 2 Kreiselpumpen mit einer Leistung von je 55kW und 600m³/h Förderleistung. Das Wasser wurde über eine zum Teil auf Böcken stehende ca. 500m lange Rohrleitung mit der NW 450, um den Kiefhölzer Teich geleitet und in den Unteren Schalker Graben eingeleitet. Die Einleitstelle befand sich direkt an der Straßenunterführung des Schalker Grabens. Hier kreuzt der Graben die Straße nach Festenburg. An dieser Stelle befindet sich ein Wehr, durch welches der Graben beim Pumpbetrieb angestaut wurde und das Wasser nun in umgekehrter Richtung bis zum nächsten Fehlschlag floss. Von hier floss das gepumpte Wasser in Richtung Oker über das Mertensthal, Schalke, Weißes Wasser ab! Das Wasser wurde also von dem Einzugsgebiet der Innerste in das Einzugsgebiet der Oker gepumpt. Es wurde zu trockenen Zeiten in der Bleihütte in Oker benötigt. Die Stromversorgung wurde durch eine 300m lang Freileitung mit 6 Masten von den Licht und Kraftwerken in Osterode (jetzt Harzenergie) sichergestellt und an deren Überlandleitung angeschlossen.  Es wurde nur nachts zwischen 21:00 Uhr und 6:00 Uhr gepumpt und nur mit einer Pumpe, die andere war zur Reserve. Das Pumpwerk war von 1951 bis 1956 in Betrieb und wurde nach der Fertigstellung der Okertalsperre außer Betrieb gesetzt. Die Wasserknappheit war wohl nun vorüber und man brauchte nicht mehr pumpen. Eine Pumpe wurde nach dem Abbau wieder in dem Rotenberger Pumpwerk installiert.

 

 

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